Investigativer Journalismus

Beispiele für investigativen Journalismus

Januar 4, 2021 Von exposuremedia

Investigativer Journalismus ist eine der Grundbausteine Deutschlands. Dabei dient er nicht nur dem Zweck, dass Nachrichten und Neuigkeiten in das ganze Land, oder gar in die ganze Welt, verteilt werden. Redet man von investigativen Journalismus geht es vor allem darum, dass den Journalisten eine gewisse Pressefreiheit gewährt wird. Der Zusatz „investigativ“ beschreibt zumeist Journalismus mit einem gewissen Rechercheaufwand. So dient der Journalismus dazu auch unangenehme Themen aufzudecken und entsprechende Enthüllungen zu veröffentlichen. Enthüllungsjournalisten machen prinzipiell eine ähnliche Arbeit wie Detektive oder die Polizei, nur das sie dabei nicht allzu viele Rechte haben und andere Wege einschlagen müssen, um an die Geschichte zu kommen.

Investigativer Journalismus in der Vergangenheit

Die Vergangenheit zeigt wie wichtig diese Art von Journalismus für eine funktionierende Gesellschaft ist. Dabei werden die Prozesse grundlegend überwacht und untersucht, um merkwürdige Verhaltensweisen oder unstimmige Prozesse aufzudecken. Wer etwas zu verbergen hat, dem ist der investigative Journalismus sicherlich ein Dorn im Auge. Zu einer echten Demokratie gehört allerdings auch die sogenannte „vierte Gewalt“, wie der investigative Journalismus auch genannt wird. Ein gutes Beispiel dafür in der Vergangenheit ist die Watergate-Affäre. Auch hier wurden die Ungereimtheiten aufgedeckt und haben letztendlich starke Konsequenzen in der Politik, aber auch in der Gesellschaft gehabt. Journalisten haben so ebenfalls die Möglichkeiten Missbräuche, Korruption oder sonstige Fälle aufzudecken, ohne dabei eine strafbare Grenze zu überschreiten. Wichtig ist nur, dass die Information die verfolgt werden von öffentlichem Interesse sind und der Journalist somit für die allgemeine Gesellschaft arbeitet.

Journalisten und das Netzwerk

Investigativer Journalismus funktioniert nicht nur durch die Internet-Recherche oder durch Vermutungen. Die betreffenden Journalisten haben zumeist ein sehr breites Netzwerk, dem sie sich bedienen können. In demokratischen Ländern müssen Journalisten ihre Quellen nicht benennen. Dies führt in der Regel dazu, dass in allen größeren Einrichtungen – egal ob politisch oder gesellschaftlich – Informanten unterwegs sind, die verschiedenen Journalisten zuarbeiten. So erhalten Enthüllungsjournalisten wertvolle Informationen und Internas, die sie zur weiteren Recherche verwenden können. Für die investigativen Journalismus ist ein breites Netzwerk demnach unumgänglich.

Enthüllungsjournalist in Deutschland

Auch deutsche Journalisten genießen die Grundrechte der Demokratie. Quellen und Informanten müssen in Deutschland nicht benannt werden, genauso wie in den USA. Ein Beispiel für einen Enthüllungsjournalisten in Deutschland ist Günther Wallraff. Dieser schrieb beispielsweise ein Buch über den Umgang mit türkischen Gastarbeitern, außerdem schleuste er sich unter verschiedene deutsche Unternehmen und veröffentlichte dazu seine Schriftwerke. Grundsätzlich ist Günther Wallraff ein Pardebeispiel deutscher Journalisten, die investigativ arbeiten möchten. Günther Wallraff ist allerdings nur einer von Vielen, die in Deutschland auf Enthüllungstour sind und dem investigativen Journalismus nachgehen.